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Fahrlehrerverband
Niedersachsen e. V.


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Die neue Fahrschulüberwachung

Bereits vor Einführung des neuen Fahrlehrerrechts hat uns Frau Fehrens aus dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung mitgeteilt, dass sie die Fahrschulüberwachung in Niedersachsen vereinheitlichen möchte. Bislang stellte sich die Situation so dar, dass in Niedersachsen von den zuständigen Behörden sehr unterschiedlich überwacht wurde. Dabei reichte die Bandbreite von regelmäßig über sporadisch bis gar nicht. Ebenso verhielt es sich mit den Inhalten.

 

Da in jüngster Vergangenheit einzelne Bundesländer haben erkennen lassen, dass sie an einer bundeseinheitlichen Regelung nicht interessiert sind, hat Niedersachsen nun auf Grundlage der zum 01.01.2018 in Kraft getretenen Rechtsgrundlage durch das neue Fahrlehrergesetz die Fahrschulüberwachung zumindest für Niedersachsen einheitlich per Erlass geregelt.

 

Folgende Punkte sind in der Überwachung zukünftig zu beachten:

Allgemein wird festgelegt, da es keine Veränderung in den Überwachungszeiträumen gegeben hat, dass bestehende Überwachungsfristen weitergeführt werden. Wer sich also im Vierjahresmodus befindet, kann davon ausgehen, dass diese Frist auch weiterhin Gültigkeit besitzt. Berechnet wird die Frist von der jeweils letzten Überwachung an. Anlassbezogene Überwachungen sind natürlich jederzeit möglich.

 

Der Überwachungsauftrag wird durch die zuständige Behörde an den jeweiligen Überwacher erteilt. Die Überwacher werden bei der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) namentlich geführt. Die NLStBV führt regionale Ausschreibungen durch, sollte festgestellt werden, dass die Zahl der vorhandenen Überwacher nicht ausreichend ist, um die anfallenden Überwachungsaufträge abzuarbeiten.

 

Bei der Überwachung von Zweigstellen, die in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen liegen, sollen sich die Behörden abstimmen, so dass es nicht zu unnötigen Doppelüberwachungen kommt.

 

Die Überwachung wird zwei inhaltliche Teile haben. Zum einen die Formalüberwachung und zum anderen die Beurteilung der fachlichen und pädagogischen Qualität der Fahrausbildung.

 

Die Formalüberwachung umfasst die Erfassung der Ausstattungsstandards sowohl in personeller als auch in sächlicher Hinsicht sowie die Aufzeichnungspflichten. Die Überprüfung der Ausstattung bezieht sich u.a. auf die Lehrmittel (§ 4 DV FahrlG i.V.m. den Richtlinien für die Ausstattung von Fahrschulen mit Lehrmitteln vom  20. November 2003 (VkBl. S. 785)) und die Lehrfahrzeuge (§ 5 DV FahrlG).

 

Die Überprüfung der Aufzeichnungen umfasst den Ausbildungsnachweis (§ 31 FahrlG i.V.m. § 6 DV FahrlG), den Preisaushang (§ 7 DV FahrlG) sowie die Nachweise der täglichen Gesamtdauer des fahrpraktischen Unterrichts der selbstständigen Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen (§ 12 Satz 4 FahrlG).

 

Die Beurteilung der fachlichen und pädagogischen Qualität basiert auf der Grundlage der anzuwendenden Ausbildungsgrundsätze, die im § 3FahrschAusbO verankert sind. Gleichzeitig finden die „Qualitätskriterien für die Fahrschulausbildung“ (Anlage 2 zu § 3 Abs.1 Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung) Berücksichtigung. Dazu soll eine Unterrichtseinheit von 45 Minuten Dauer besucht werden.      (KN)

 

Seminar "Die neue Fahrschulüberwachung 

 – Weiterentwicklung – Qualität – Erfolg"

 

Zur Vorbereitung auf die Fahrschul-überwachung auf Grundlage des neuen Fahrlehrerechts bietet die Fahrlehrer Service GmbH Niedersachsen dieses zweitägige Fortbildungsseminar, anerkannt nach § 53 (1) FahrlG, an.

 

In diesen zwei Tagen wollen wir die Inhalte der formalen Überwachung anhand der veränderten Ausstattungs- und Aufzeichnungspflichten sowie die Kriterien zur Beurteilung der pädagogischen Qualität des Unterrichts erarbeiten.

Dazu werden zahlreiche Übungen zu Unterrichtsvorbereitungen unter Bezug auf aktuelles Lehrmaterial (Lehrprogramme) durchgeführt und ausgewertet. Ein spannendes Seminar mit hohem praktischem Anteil.

 

Termine und Preise siehe im Internet unter „Fahrlehrer-Fortbildungen“

 

 


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